Wir unterstützen säkulare Flüchtlinge.

APOSTASIE ALS FLUCHTGRUND

Menschen, die „vom Glauben abgefallen sind“ (sog. Apostaten) müssen in manchen islamisch geprägten Ländern um ihre Sicherheit und oft sogar ihr Leben fürchten.

Dafür kann es genügen, dass sie sich religions­kritisch äußern oder gegen die fundamentalistischen Normen ihrer Heimatländer verstoßen. Häufig werden diese Menschen von ihrer eigenen Familie bedroht, die ihre „Ehre“ in Gefahr sieht oder den Glaubensabfall als „Schande“ betrachtet.

Diese Staaten bestrafen Apostasie mit Gefängnis, Tod oder Folter:
Afghanistan, Algerien, Ägypten, Bangladesch, Irak, Iran, Jemen, Jordanien, Malaysia, Malediven, Marokko, Mauretanien, Nigeria, Pakistan, Saudi-Arabien, Somalia, Sudan. Besonders kritisch ist die Situation für freigeistige Frauen, die in ihren Freiheiten häufig stark eingeschränkt sind.

WARUM SÄKULARE GEFLÜCHTETE OFT AUCH IN DEUTSCHLAND NICHT SICHER SIND

Viele religionsfreie Geflüchtete machen die Erfahrung, dass die Gefahr, vor der sie geflohen sind, hier immer noch besteht. In den Flüchtlingsunterkünften gibt es immer wieder fundamentalistische Muslime, die Apostasie für ein schweres Vergehen halten. Hier haben es Religionsfreie besonders schwer, weil sie auffallen – beispielsweise durch ihre Kleidung, ihr Essen oder weil sie nicht an religiösen Festen und Ritualen teilnehmen. Wenn sie auf engstem Raum mit fundamentalistisch-religiösen Menschen zusammenleben müssen, werden religionsfreie Geflüchtete häufig bedroht und müssen schlimmstenfalls sogar um ihr Leben fürchten – wie in ihrem Herkunftsland.

Viele Geflüchtete werden zudem weiterhin durch ihre Familie verfolgt und bedroht, die mit einem Touristenvisum einreist, oder durch staatliche Institutionen ihrer Herkunftsländer, die sie psychisch unter Druck setzen.

Die spezielle Situation der atheistischen Geflüchteten ist in Deutschland noch wenig bekannt, obwohl sie ein wichtiger Bestandteil unserer pluralistischen Gesellschaft sind. Der Schutz der Religionsfreiheit ist im deutschen Grundgesetz verankert. Deutsche Behörden zeigen für die Notlagen atheistischer Geflüchteter jedoch oft noch wenig Sensibilität und Problembewusstsein.

WIR WOLLEN …

• Wir wollen bisher verschwiegene Probleme der religionsfreien Schutzsuchenden in die Öffentlichkeit bringen.

• Wir treffen schnelle Entscheidungen für effektive Hilfsangebote.

• Die Integration und Teilhabe von Geflüchteten sind unser Thema und Ziel.

• Wir arbeiten daran, die gesetz­lichen Rahmenbedingungen für ihren Schutz zu verbessern.

Wir setzen uns für die Werte der Freiheit und des kritischen Denkens ein, für eine offene Gesellschaft, in der die Rechte des Einzelnen geachtet werden. 

Den Menschen, die fliehen mussten, weil sie diese fundamentalen Werte für sich und ihr Land eingefordert haben, ist der Schutz zu gewähren, den sie brauchen – und der ihnen wie allen anderen zusteht.

Um Strukturen aufzubauen, in denen einzelnen Menschen konkret geholfen werden kann, benötigen wir noch qualifizierte Mitarbeit. Bei Interesse nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.